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Echtzeit-Webanalyse mit Piwik


piwikPiwik ist ein Open-Source Webanalyse-Tool, welches auf dem eigenen Webspace oder Server installiert wird und Zugriffe auf eigene Seiten in Echtzeit verfolgt. Piwik bietet sich damit als Alternative zu kostenpflichtigen Tracking-Lösungen aber auch kostenfreien Diensten wie Google-Analytics an. Doch was leistet die Software?

Installation

Die Systemanforderungen von Piwik sind überschaubar: PHP ab Version 5.1.3 sowie MySQL ab Version 4.1 werden auf der offiziellen Webseite als minimale Anforderungen genannt. Zur optimalen Darstellung der Diagramme sollte weiterhin die GD-Bibliothek installiert sein. Die meisten der heutigen Webspace-Angebote erfüllen diese Voraussetzungen.

Für Webseiten mit viel Traffic wird zudem empfohlen, die Speicherbegrenzung von PHP (php memory_limit) auf 128MB heraufzusetzen. Inwieweit dies zum Betrieb tatsächlich notwendig ist, konnte ich leider nicht testen. Hier könnte es jedoch mit einigen Shared-Hosting-Angeboten eng werden: Wer viel Traffic erzeugt, muss daher ggf. auf einen VServer oder einen eigenen Server ausweichen.

Das Tracking selbst erfolgt über einen Javascript-Code, der in die eigene Seite kopiert wird.

Erste Schritte

piwik startseiteDas Benutzerinterface von Piwik sieht recht schick aus und ist übersichtlich. Die Startseite kann mit eigenen Widgets individuell konfiguriert werden und bietet die wichtigsten Informationen auf einen Blick.

Fast alle Standard-Analysen der Besucherströme können mit Piwik zufriedenstellend durchgeführt werden: Herkunft der Besucher, Suchbegriffe, Einstiegs- und Absprungseiten (um nur einige Möglichkeiten zu nennen) sind als eigene Menupunkte angelegt und lassen auch tiefergehende Analysen zu.

piwik zieleAuch eigene Ziele (”Goals”) können mit Piwik getrackt werden: Ein Ziel kann etwa als das Aufrufen einer bestimmten Url, als Klick auf einen Link oder als Download definiert werden. Ziele können zudem auch manuell über Javascript auf der betreffenden Seite “getriggert” werden und sind daher sehr flexibel definierbar. Sehr schön.

Hat man ein Ziel definiert, wird dieses auch in andere Reports integriert und man sieht beispielweise, wie Suchbegriffe oder Besucher zur Zielerreichung beitragen.

Fazit

Piwik kann eine ganze Menge und gehört aus meiner Sicht sicherlich zu den besten kostenlosen Tracking-Tools. Für Standard-Aufgaben aber auch weitergehende Funktionen wie die grundlegende Analyse von Conversions auf E-Commerce-Seiten ist es gut geeignet.

Profis werden weitergehende Funktionen zur Filterung und Segmentierung des Traffics vermissen. Hier kann Piwik (noch) nicht ganz mit kommerziellen Lösungen, teilweise auch nicht mit Google Analytics konkurrieren. Allerdings sollte man bedenken, dass Piwik als Open-Source-Lösung durch die Community beständig erweitert wird. Durch die einfache Bedienung und die optisch ansprechende Aufbereitung der Daten, wird Piwik sicherlich seinen Weg machen.

Auf den Seiten des Piwik-Projekts ist eine Online-Demo verfügbar. Interessierte Webseiten-Betreiber können sich vor der Installation also ein erstes Bild über die Funktionen der Software machen.

© Autor: PE
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