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Geldanlage Holz - Waldinvestments und Waldfonds


Anlagen in Sachwerte wie Immobilien gelten als relativ wertbeständig: Unabhängig von den Schwankungen der Finanzmärkte tragen diese als Geldanlage einen Wert in sich selbst, der auch in Krisenzeiten stabil bleiben soll. Neben den klassischen Sachwerten wird dabei auch der Rohstoff Holz verstärkt nachgefragt.

Sogenannte Waldinvestments erlauben auch Kleinanlegern, in ein Stück Wald zu investieren. Dies kann in Form direkter Beteiligungen geschehen oder in Form von Fonds. Dabei wird darauf spekuliert, dass die Preise für den Rohstoff Holz und für die Nutzung der Waldflächen langfristig steigen: Holz sei ein CO2-neutraler Energieträger, der auch in Zukunft verstärkt nachgefragt werde, so das Argument. Zudem setzen ganze Volkswirtschaften wie die USA auf Holz als wichtiges Baumaterial.

Neben der Investion in konkrete, teilweise auf ökologische Nachhaltigkeit angelegte Waldinvestments wie etwa den “BaumSparVertrag” der ForestFinance Gruppe
oder direkte Beteiligungen an ganzen Waldflächen stehen Anlegern heute auch Fonds zur Verfügung, die sich auf Holz und Wald spezialisert haben. Solche Waldfonds investieren meist in größere Waldflächen bestimmter Regionen, die Erträge werden dann aus dem Verkauf der Hölzer, aber auch aus der Nutzung der Waldflächen, beispielweise in Form einer Verpachtung erzielt.

Die Renditeprognosen der Waldinvestments und Waldfonds sind meist relativ hoch liegen häufig im Bereich von 6 Prozent bis 11 Prozent jährliche Rendite. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass die Geldanlage Holz normalerweise als langfristige Anlage zu sehen ist: Zumindest bei den Direktbeteiligungen kann es zwei Jahrzehnte und mehr dauern, bis Gewinne zu erwarten sind. Zudem sind unter dem Schlagwort “Waldinvestment” sehr unterschiedliche Anlagemodelle und Fonds versammelt, die sich nicht zuletzt im Hinblick auf ökologische Gesichtspunkte unterscheiden.

Und ganz wichtig: Das Investment in Wald und Holz ist nicht risikolos. Naturkatastrophen, Schädlingsbefall aber auch politische Unwägbarkeiten können zu einer Minderung der Rendite bis hin zum (im schlechtesten Fall) Totalverlust des angelegten Geldes führen. Darüber sollten sich Anleger bewusst sein, auch wenn die Anbieter hier teilweise Gegenmaßnahmen ergreifen und das Waldinvestment beispielweise mit Investitionen in Grund und Boden verbinden.

© Autor: PE

1 Kommentar »

Gut bewertet wurden in dem Artikel die deutschen Anbieter BaumInvest, Miller Investments und Forest Finance.
Bäume wachsen langsam. Waldinvestments sind daher grundsätzlich sehr illiquide und daher nur als Nischeninvestment für maximal 20 Prozent des Vermögens geeignet. Der amerikanische Waldinvestmentsindex NCREIF ist jedoch in den vergangenen 20 Jahren im Schnitt um rund 15 Prozent jährlich gestiegen. Das erreichte kein Aktienindex. Von daher sind Waldinvestments in Süd-, Mittel- und Nordamerika statistisch auf lange Sicht sehr rentabel.
Ökologisch sinnvoll sind Waldinvestments auf jeden Fall: Regenwälder werden geschont, CO2 wird gebunden und neuer Wald geschaffen.
Anleger sollten bei Direktinvestmentsanbieter auf folgendes achten: Erfahrung und FSC-Zertifizierung des Anbieters, Feuerversicherungen und Ausgleichsflächen.
Von dem getesteten Firmen verfügt nur Forest Finance verfügt über eine FSC-Zertifizierung.


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